Dorob National Park

Gegen Ende des Jahres 2010 wurde in Namibia der Dorob-Nationalpark gegründet. Hierbei handelt es sich um ein Naturschutzprojekt, das nun den gesamten 1570 Kilometer langen Küstenstreifen Namibias in ein Naturschutzgebiet, den Namib-Skelettküsten Nationalpark, verwandelt. Mit der stattlichen Größe von 10754 Millionen Hektar gilt dieses Gebiet nun als größtes Naturschutzgebiet Afrikas. Berichten zufolge sollen Angelina Jolie und Brad Pitt während ihres Namibiabesuchs im Dezember 2010 2 Millionen Dollar für den neuen Nationalpark gespendet haben. Beide Schauspieler sind namibische Ehrenbürger und besuchen seit der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter 2006 in Swakopmund das Land in regelmäßigen Abständen.

Das Ministerium für Umwelt und Tourismus gab im Januar 2011 in einer Presseerklärung bekannt, dass sich der Nationalpark aus vier verschiedenen Managementgebieten zusammensetze: Einerseits gebe es den Sperrgebiet-Nationalpark im Süden des Landes, der sich südlich von Lüderitz befindet, den Namib-Naukluft-Park, der sich zwischen den Städten Lüderitz und Walvisbay erstreckt, den neuen Dorob-Nationalpark, der den Küstenstreifen zwischen Walvisbay und dem Slelettküstenpark abdeckt und zuletzt den Skelettküstenpark im Norden des Landes. An seiner schmalsten Stelle sei der Park lediglich 25 Kilometer breit, an seiner breitesten Stelle hingegen 180 Kilometer.

Der namibische Nationalpark grenzt im Süden an den Richtersveld-Nationalpark in Südafrika und im Norden an den in Angola liegenden Iona-Nationalpark.

Bis die Bestimmungen für den am 1. Dezember neu gegründeten Nationalpark bekannt gegeben werden, sollen laut Auskunft des Leiters des Ministeriums für Umwelt und Tourismus die generellen Parkregeln der Naturschutzbehörde gelten. Dies hatte insbesondere während der Ferienzeit in Swakopmund und Umgebung zu einigen Unstimmigkeiten unter der Bevölkerung geführt. Anwohner beschwerten sich, dass die Regelungen sie in ihren gewohnten Freiheiten einschränken würden. Darüberhinaus gehöre der Küstenstreifen um Swakopmund den Bewohnern der Umgebung und diese sollten auch weiterhin das Recht haben, „ihre“ Küste uneingeschränkt nutzen zu dürfen. Manche Anwohner brachten ihren Unmut in diesem Zusammenhang durch entsprechende Aktionen und bewusstem Ignorieren der neuen Regeln zum Ausdruck.

Zum Dorob Nationalpark zählen nicht die Städte Henties Bay, Wlozkas Baken, Swakopmund, Walvisbay, die Eisenbahnlinien, sowie Haupt- und Nebenstraßen als auch Privatbesitz, wozu Kleinsiedlungen und Grundstücke zählen.

Während der Ferienzeit sollen Beamte des Ministeriums für Umwelt und Tourismus in der Erongo Region, d.h. insbesondere in dem Gebiet um Swakopmund, insgesamt 145 Strafzettel ausgestellt haben. Einige Gebiete sind nicht mehr für geländegängige Fahrzeuge, wie 4x4s oder Quadbikes, freigegeben, was bislang sowohl manchen Anwohnern als auch Urlaubern noch nicht geläufig zu sein scheint und wogegen sich einige Anwohner, wie oben berichtet, unter Protestmassnahmen aussprachen. Viele Personen ignorieren schlichtweg die neuen Regelungen und nutzen nach wie vor die verbotenen Gebiete zu Vergnügungsfahrten.

Ein weiteres, großes Problem stellen die besonders in der Urlaubszeit vom Müll überhäuften Strände dar. Anwohner der Region beschwerten sich vor allem über den Müll, der besonders an den Angelstellen zwischen Mile 4 und Mile 8 liegen blieb. Urlauber und Angler lassen rücksichtslos ihren Müll zurück. Offensichtlich scheinen vereinzelte Müllabstellplätze zum weiteren Mülldumping einzuladen, obwohl es die einfachste Sache der Welt wäre, alle mitgebrachten Gegenstände wieder mit zurück zu nehmen und entsprechend zu entsorgen. Die Strände boten teilweise ein gruseliges Bild und waren weit davon entfernt, einem Naturschutzgebiet gerecht zu werden. Selbst der übersichtliche Strand an der Mole in Swakopmund konnte sich stellenweise vor Müll nicht retten, obwohl es gerade dort kein Aufwand ist, den nächstgelegenen Müllcontainer oder Mülleimer zu nutzen. In diesem Kontext scheint letztendlich leider nur ein Appell an das Umweltbewusstsein der Personen in Form von Strafzetteln zu helfen.

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1 Comment

  1. Kevin says:

    Finde ich persönlich super.

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