Heftige Regenfälle an der Küste

Auch an der namibischen Atlantikküste lassen die heftigen Regenfälle dieser Saison nicht nach. Insbesondere die Küsten- und Hafenstadt Walvisbay hat mit überdurchschnittlich vielen großen und kleineren Desastern aufgrund der Regenfälle zu tun. Bereits seit Januar diesen Jahres müssen die Bewohner von Walvis Bay ohne regelmäßige Wasserversorgung leben.

Selbst jetzt im April, ganze drei Monate nach der Beschädigung der Wasserleitungen, wird Walvis Bay nur zu bestimmten Zeiten mit Wasser versorgt. Die Kapazitäten beschränken sich dann im Wesentlichen darauf, die Wasservorräte aufzufüllen, zu duschen und vielleicht mal eine Maschine Wäsche zu waschen, wenn dies in der Kürze der Zeit möglich ist.

Nun werden die Küstenorte auch noch von weiteren Wassermassen überzogen. Walvis Bay hat es hierbei wieder am schlimmsten getroffen. Wie die „Allgemeine Zeitung“ auch berichtete, müssen sich die Bewohner teilweise durch knietiefe Wasserlachen kämpfen, da zahlreiche Straßen durch die starken Regenfälle überflutet wurden. Interessanterweise erklärte der Wassermanager André Brummer gegenüber der Tageszeitung, dass „die Wasserversorgung rund um die Uhr“ aufrecht erhalten bliebe. Informationen von Anwohnern zufolge ist dies jedoch nicht der Fall.

In Swakopmund regnete es ebenfalls so stark, dass das Wasser in Häuser und Geschäfte lief. Zeitweilig stand Swakopmund unter Wasser und auch der Swakop führte sehr viel Wasser und Anwohner bestaunten die starke Flut an der Swakopmündung. Sogar die Flussbetten in der Mondlandschaft führten allesamt Wasser, was sich für die Anwohner als außergewöhnliches Spektakel erwies.

Die Wassermassen haben jedoch auch die Salzstraßen der Küstenorte erheblich aufgeweicht, so dass diese teilweise nur noch mit Allradfahrzeugen befahrbar sind. Dies wirkt sich natürlich auch im erheblichen Maße auf den Tourismus aus, da viele Namibiareisende aus Kostengründen herkömmliche zweiradbetriebene Fahrzeuge mieten. In der Regel ist im April insbesondere in der Küstenregion nicht mehr mit derartigen Regenfällen zu rechnen und für die meisten Straßen benötigt man dann nicht zwangsläufig ein Allradfahrzeug. In diesem Jahr sind jedoch die Voraussetzungen völlig anders.

Haben sich in der Vergangenheit die Einheimischen über jeden Regentropfen gefreut, so sind inzwischen doch die meisten der Betroffenen sichtlich genervt, da diese Wassermengen mehr zerstören als nützen. In manchen Gegenden wurden sogar von außergewöhnlichen Hagelstürmen berichtet. Die Hagelkörner seien teilweise so groß wie Taubeneier gewesen und richteten einen entsprechend hohen Schaden an. Nicht nur in Karibib und in Keetmanshop konnten die starken Hagelfälle beobachtet werden, sondern auch in    Windhoek. Die Bewohner der Hauptstadt haben inzwischen genug Facetten   dieser Regensaison gesehen und wünschen sich ihr gewohntes, sonniges Klima zurück.

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