Schließung des Swakopmunder Flughafens

Swakopmund FlughafenWie die namibischen Tageszeitungen berichteten, steht die Schließung des Flughafens in Swakopmund kurz bevor. Laut Berichten soll die Stadtverwaltung von Swakopmund entschieden haben, dass das Gelände des Flughafens einer neuen Wohnsiedlung weichen soll. Dies sei eine Reaktion auf den aktuellen Siedlungsdruck, da die Stadt noch mehr Menschen aus dem Norden an den Küstenort locken will.

Als Folge der Flughafenschließung müssen bereits ab sofort alle Piloten, die sonst den Swakopmunder Flughafen nutzten, in Walvis Bay starten. Berichten der namibischen „Allgemeine Zeitung“ zufolge sind die betreffenden Piloten gezwungen, innerhalb von 72 Stunden das Gelände des Flughafens komplett zu räumen, da das Gelände bereits zu Beginn der kommenden Woche seiner neuen Bestimmung zugeführt werden soll.

Angeblich sei die Situation mit den sogenannten illegalen Siedlern derartig angespannt gewesen, dass die Erschließung von neuem Wohnraum unabdingbar sei. Von nun an kontrolliere die Stadtverwaltung von Swakopmund das Gelände des bisherigen Flughafens und werde dies langfristig besiedeln. Die Gebäude, die bereits auf dem Flughafengelände stehen, werden nach offiziellen Angaben nicht abgerissen werden, sondern durch entsprechende Umbaumaßnahmen in der zukünftigen Wohnsiedlung nutzbar gemacht, da sich die Gebäude ohnehin in Besitz der Stadt befinden.

Neben den oben erwähnten illegalen Siedlern soll das Flugplatzgelände für mindestens Tausend weitere Menschen Platz zum Leben bieten. Die illegalen Siedler wohnen derzeit noch im swakopmunder Stadtteil DCR, dessen Name inzwischen durch die Diskussion um das Schulprojekt häufig in den Medien zu finden war.

Während die eine Seite über die Erschließung neuen Wohnraums sehr erfreut zu sein scheint, ist von der anderen Seite heftige Kritik zu vernehmen. In Interviews mit der Allgemeinen Zeitung äußerten die betroffenen Piloten, dass sie die Entscheidung der Stadtverwaltung nicht akzeptieren und „ihren Flugplatz“ nicht kampflos aufgeben werden. Sie kündigten sowohl öffentliche Massnahmen wie Demonstrationen als auch juristische Schritte an.

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