14 Menschen im Canyon vermisst

Wie die Tageszeitung The Namibian berichtete, sind in der vergangenen Woche 14 Reisende im Fischfluss verschollen und mussten im Rahmen einer gr0ß angelegten Rettungsaktion gesucht werden. Der Canyon wurde überflutet, nachdem der Hardap und der Naute Damm geöffnet werden mussten.

Das Rettungskommando war bereits seit Samstag unterwegs, als die vermisste Reisegruppe beim Notausgangspunkt Four Finger Rocks lokalisiert werden konnte. Die Gruppe war an diesem Punkt durch die Wassermassen des fließenden Fisch Flusses völlig abgeschnitten. Unter den Reisenden befanden sich acht Südafrikaner, vier Tschechen und zwei amerikanische Staatsbürger.

Die Rettungsaktion sei ziemlich zeitaufwendig verlaufen, da die Reisenden einzeln in einem Kanu gerettet werden mussten. Das Rettungsteam konnte jedoch bestätigen, dass alle wohlauf gewesen und während der Aktion mit Lebensmitteln und Wasser versorgt worden seien. Keiner der Touristengruppe trug verletzt davon.

Der Wanderweg durch den Fish River Canyon wurde wie gewöhnlich in den Sommermonaten aufgrund der hohen Temperaturen und der Überflutungsgefahr geschlossen und erst Anfang Mai pünktlich zum Beginn der Wintersaison wieder eröffnet. Doch wegen der ungewöhnlich umfangreichen Regenmassen mussten die Fluttore der Dämme erneute geöffnet werden, um Wasser abzulassen. Der Wanderweg wurde daraufhin umgehend wieder geschlossen. Unglücklicherweise war die Gruppe zu diesem Zeitpunkt bereits in den Canyon aufgebrochen und konnte nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden. Am besagten Samstag hatte die Reisegruppe bereits mehr als die Hälfte des insgesamt 90 Kilometer langen Weges zurückgelegt, als sie durch die Fluten des Flusses von der Außenwelt abgeschnitten wurden.

Der Fischfluss Canyon ist der zweitgrößte Canyon der Welt und steht auf der Liste der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Namibia an zweiter Position.

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