Namibia an dritter Stelle auf Wettbewerbsleiter

Laut eines Berichts des ACR (Africa Competitiveness Report) beim WEF (World Economic Forum) in Kapstadt kann Namibia nicht nur einen wirtschaftichen Zuwachs verbuchen, sondern ist auch seit dem letzten, erschienen Bericht aus Oktober 2009 auf der Wettbewerbsleiter um einen Rang aufgestiegen. Namibia befand sich zum damaligen Zeitpunkt auf Platz 4 der wettbewerbsfähigsten süd-Sahara Länder und konnte nun auf Platz 3 vorrücken. Im aktuellen Ergebnis erzielte Namibia 4,1 von 7 möglichen Punkten. Beim vorherigen Bericht hingegen waren es noch 4,0 Punkte.
Tunesien führt die Rangliste mit 4,7 Punkten an, Südafrika belegt gemeinsam mit Mauritius den zweiten Platz mit 4,3 Punkten und Botswana teilt sich den dritten Rang punktgleich mit Namibia. Auf der internationalen Liste liegt Namibia auf Platz 74. Am Vergleich haben 139 Länder teilgenommen. In der letzten Ermittlung im Oktober 2009 lag Namibia auf dem 74sten Platz bei einer Teilnahme von 133 Ländern.

Auf der Grundlage des World Economic Forum (WEF) Wettbewerbsindex wird die Wettbewerbsfähigkeit der afrikanischen Staaten in zwölf Kategorien eingeteilt, wobei sich Namibia auf zwei Gebieten unter den drei führenden afrikanischen Ländern befindet. Auf dem Gebiet der Infrastruktur als auch in der Entwicklung des Finanzmarkts belegt Namibia den zweiten Rang. Tunesien führt die Ranglist hinsichtlich der Beurteilung der Infrastruktur und Südafrika belegt den ersten Platz in der Finanzmarktentwicklung. Weltweit zählen Tunesien, Mauritius und Namibia zu den führenden Staaten im Bereich der Infrastrkturbeurteilung. Auf der internationalen Liste belegen sie die Plätze 46, 58 und 54.

„Diese Länder haben hinsichtlich der regionalen Verhältnisse eine gute Transportinfrastruktur entwickelt, besonders wenn es um Häfen und Straßen geht.“ sagte der WEF. „Selbst bei den führenden Staaten in diesem Ranking ist das Ergebnis nur durchschnittlich und die ganzeWerten dieser Länder in der betreffenden Kategorie wider.“ so heißt es weiterhin.

Besonders schlecht fielen die Bewertungen in den Bereichen Gesundheit, Grundschulerziehung und weiterführende Erziehung, Ausbildung und Größe des Marktes in Namibia aus. In diesen Kategorien lag Namibia unter den 39 letzten Ländern der Weltrangliste. Das Ergebnis wurde mit den hohen Raten an Übertragungskrankheiten, schlechter Grundschulbildung und begrenztem Zugang zu den meisten der nationalen Weiterbildungs- und Ausbildungszweigen  erklärt. „Hier handelt es sich um die Gebiete, die in Afrika der größten Aufmerksamkeit bedürfen, um die durchschnittliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern zu können.“ bestätigte der WEF.

Durch die nicht ausgebildeten Arbeiter, Probleme bei der Kreditvergabe als auch durch die ineffiziente Bürokratie befindet sich Namibia nach wie vor auf dem Prüfstand. Die Regulierungen für Arbeiter sind beschränkt, was zu einer geringen Arbeitsmoral, Korruption und unfairen Besteuerungen führt.

Die Wettbewerbsfährigkeit Afrikas wird lediglich durch eine kleine Gruppe von Ländern repräsentiert und der Rest des Kontinents kämpft weiterhin ums Überleben.

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