Damaseb in den Ausschuss der FIFA Anhörung berufen

Die FIFA hat den Präsidenten des Bundesgerichts von Namibia, Justice Petrus Damaseb, gewählt, um die Anhörungen vor der Ethikkommission zum Fall des FIFA Präsidentschaftskandidaten und der Asiatischen Fußball Konföderation (AFC) Mohamed Bin Hammam zu leiten.

Mindestens drei weiteren Repräsentanten steht eine Befragung im Rahmen der Anhörungen bevor. Unter den Personen befinden sich unter anderem der FIFA Funktionär Jack Warner, der der Präsident des nord-, zentralamerikanischen und karibischen Dachverbands Concacaf ist. Außerdem werden einige Entscheidungsträger der Carribbean Football Union (CFU = Karibische Fußball Vereinigung), wie Debbie Minguell und Jason Sylvester angehört. Die Anhörung sollte vergangenen Sonntag in der FIFA Zentrale in Zürich in der Schweiz stattfinden – nur wenige Tage vor den erwarteten FIFA Wahlen, in denen der amtierende und wahrscheinlich auch zukünftige Präsident Sepp Blatter gegen seinen Mitbewerber Bin Hammam, der nur zu gerne den Vorsitz der FIFA übernehmen würde, antreten wird.

Der FIFA Vizepräsident Jerome Valcke hat den Ethikrat im Rahmen der FIFA Richtlinien einberufen lassen, um die Verfahren gegen die vier Entscheidungsträger wegen der Bestechungsvorwürfe zu eröffnen. Am 24. Mai dieses Jahres hat das FIFA-Komitee Mitglied und CONCACAF Generalsekretär Chuck Blazer gegenüber dem FIFA Generalsekretär Jerome Valcke offenbart, dass es im Sinne des FIFA Ehrenkodex offensichtlich zu einem Verstoß gekommen sei, der durch Repräsentanten der FIFA verübt wurde. Die genannten Details wurden auf der Webseite der FIFA veröffentlicht.

Bei den offensichtlichen Verstößen ging es um ein Meeting der CFU, das nachweislich durch den FIFA Vizepräsidenten Jack Warner und dem FIFA Funktionär Mohamed bin Hammam organisiert worden sei. Das Meeting fand jeweils am 10. und 11. Mai des Jahres statt. Die Gespräche, die dort geführt wurden, standen im Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen des FIFA Präsidenten. Bin Hammam wies die Anschuldigungen gegen ihn wegen Bestechung ausnahmslos zurück und ist zuversichtlich, dass er im Juni gegen Blatter antreten darf. Der Billionär aus Katar wurde mit den Worten zitiert, dass es sich bei den Anschuldigungen gegen ihn lediglich um eine Strategie handele, die von jenen benutzt wird, die selbst nicht das Selbstbewusstsein haben, bei den Präsidentschaftswahlen der FIFA erfolgreich anzutreten.

Wie in einem FIFA Report berichtet wurde, handele es sich bei Damaseb, der als zweiter Vorsitzende der FIFA Ethikkommission eingesetzt wurde, um den Nachfolger der Vorsitzenden Claudio Sulser. Sulser hatte aufgrund seiner Schweizer Staatsbürgerschaft auf den Vorsitz verzichtet, denn auch der Mitbewerber von Bin Hammam, Sepp Blatter, ist Schweizer. Die gleiche Nationalität könne seiner Ansicht nach als eine möglichen Befangenheit gewertet werden.

Die FIFA gab daraufhin offiziell bekannt, dass der Vorsitzende der FIFA Ethikkommission, Claudio Sulser, nach Artikel 87.1 des FIFA Disziplinar-Codes, als nach Artikel 17.2 des FIFA Ethik-Codes, seine Teilnahme in dieser speziellen Angelegenheit abgelehnt hat, da er die gleiche Nationalität besitze wie S. Blatter, ein Kandidat der kommenden FIFA Präsidentschaftswahlen. Die  Anhörung wird nun von dem zweiten Vorsitzenden der FIFA Ethikkommission, Petrus Damaseb aus Namibia, geleitet.

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