Überwachung der Robbentötung wird nicht toleriert

Die umstrittene Robbentötung soll in Namibia nicht unter der Beobachtung der Öffentlichkeit stattfinden, daher wurden die betroffenen Gebiete für jeden, der nicht im Besitz einer gültigen Genehmigung ist, gesperrt. Sollten sich dennoch unbefugte Personen in diese Gebiete begeben, müssen sie mit einem Einschreiten der Polizeibehörden rechnen.

In den betroffen Abschnitten wurde sehr teures, professionelles Videoequipment gefunden, das nach Aussagen der zuständigen Behörden zum Zweck der illegalen Überwachung unter Steinen und Felsen versteckt worden sei. Unter der Ausrüstung befanden sich unter anderem HD Kameras, die über hohe Zoom Kapazitäten verfügen, große, tragbare Laufwerke zur Aufzeichnung des Videomaterials und eine Autobatterie zur Stromversorgung als auch ein Funkrouter, um das Videomaterial an ein weiteres Aufnahmegerät weiterzuleiten, ohne dass man sich unmittelbar zum Ort des Geschehens begeben muss. Es wird vermutet, dass hierbei Teams der internationale Presse mit verschiedenen Tierschutzorganisationen zusammen arbeiten. Weiter wird angenommen, dass sich die betreffenden Personen mit einem Touristenvisum im Land aufhalten. Sie werden versucht haben, die Massentötung der Robben zu Filmen, um die Aufnahmen im Sinne der Tierschutzorganisationen einzusetzen.

Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Personen, die die Kameras installiert haben, in der bekannten Pension bei Mile 72 eingemietet hatten, da man von dort aus am Strand entlang unbeobachtet bis ins Robbengebiet gehen kann. Auf diese Weise, so wird vermutet, hätten sie die Ausrüstung dort verstecken können. Bislang habe es noch keine Verhaftungen gegeben, obwohl das Sicherheitspersonal aufgestockt wurde. Der leitende Polizeiinspektor Sebastian Ndeitunga teilte mit, dass jede verdächtige Person, die in diesem Gebiet aufgegriffen wird, illegal in die abgesperrte Zone eingedrungen ist und mit den entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muss.

Namibia hat auch schon in der Vergangenheit den Standpunkt vertreten, dass die jährlich stattfindende Massentötung der Robben weder fotografiert, noch gefilmt werden darf. Jegliche Berichterstattung zu diesem Thema sei unerwünscht.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.