Buschbrände im Nordwesten Namibias

Seit Tagen wird die Kavango-Region von riesigen Buschfeuern beherrscht. Laut Meldungen sind die Feuer bereits auf kommerzielle Farmen übergesprungen. Berichten zufolge sollen in manchen Regionen die dichten Rauchschwaden die Sonne verdeckt haben. Satellitenbilder zeigen die dichten Rauchwolken, deren Ausläufer sogar bis über die Etoscha-Pfanne zogen.

Das Feuer erstreckt sich sogar fast bis zu den an der Bundesstraße 8 gelegenen Farmen. Die B 8 stellt die Verbindung zwischen Grootfontein und Rundu her.

Die Buschfeuer haben inzwischen bereits viele Hektar an Weideland zerstört. Durch die ausgiebige Regenzeit waren die Flächen gut bewachsen und das nun durch die Hitze ausgetrocknete Gras bietet einen hervorragenden Nährboden für die Ausbreitung der Brände.

Der Forstbehörde fehlen Kapazitäten, um allein die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Beim Löschen von Buschfeuern wurde in manchen Fällen die namibische Armee um Mithilfe gebeten, doch derzeit steht die Behörde der Ausbreitung der Brände relativ machtlos gegenüber. Daher werden die betroffenen Farmer um Eigeninitiative gebeten. Viele kommerzielle Farmer sind auch auf Buschfeuer vorbereitet und verfügen über das notwendige Material und die Kenntnis zur Brandbekämpfung.

Die Folgen der Buschbrände sind immer verheerend. Auch in diesem Jahr haben die Brände bereits mehrere Todesopfer gefordert und oft fällt auch das Vieh der Farmer den Flammen zum Opfer. Auch wenn es den Farmern gelingt, ihr Vieh vor den Bränden zu schützen, stehen sie doch vor dem großen Problem, ihr Vieh bis zur nächsten Regenzeit durchfüttern zu müssen, da das Weideland vom Feuer zerstört wurde. Darüber hinaus entstehen immense Sachschäden durch Beschädigungen der Einzäunungen, der Wasserleitungen oder dem Farmequipment. Insbesondere die kommunalen Farmer leiden unter den Folgen der Buschbrände und verlieren oftmals ihre gesamte Existenzgrundlage.

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