Auftakt zum Robbenmassaker 2012

Robbenmassaker in NamibiaAuch in diesem Jahr findet trotz internationaler Proteste das alljährliche
Robbenschlachten an der namibischen Küste statt, das insbesondere in Namibia unter dem Begriff “Robbenschlagen” bekannt ist. Hierbei werden die jungen Robben zusammengetrieben und mit spitzen Stöcken brutal auf den Kopf geschlagen.

Nachdem die Robbenschutzorganisationen Seals of Nam und Seal Alert juristisch gegen die Robbentötung vorgingen, wurde ein Ombudsmann eingesetzt, der sich aus unabhängiger Position mit den Sachverhalten und Einwenden gegen die Robbenschlachtung auseinandersetzen sollte. Der Ombudsmann kann offenkundig zu dem Ergebnis, dass das Robbenschlagen uneingeschränkt legal sei und keinen Anlass zur Einschreitung biete. Beide Robbenschutzorganisationen bezweifeln jedoch eine kompetente und ordnungsgemäße
Untersuchung des Sachverhalts durch den eingesetzten Ombudsmann.

Die namibische Regierung erzielt mit der Robbenschlachtung jährliche Einnahmen von ca. 1 Millionen N$. Die Tötung der Robben wird durch eine angebliche Überpopulation legitimiert. Außerdem sollen hierdurch zahlreiche Arbeitsplätze während der Schlachtsaison geschaffen werden. Kritiker stellen die Legitimationsversuche der Regierung als Unfug dar und weisen jegliche ökologischen Gründe als vorgeschoben ab. Neben der Verarbeitung der Robbenfelle zur Produktion von Garderobe dient das Fett der Tiere zur Produktion von Kosmetikartikeln.  Außerdem sollen die Geschlechtsorgane der Robben im asiatischen Raum zur Herstellung von Aphrodisiaka verwendet werden.

Namibia zählt neben Kanada zu jenen Ländern, die trotz heftigster internationaler Proteste nach wie vor jedes Jahr Robben und vor allem Robbenbabies töten. Auch in diesem Jahr sollen insgesamt mehr als 80.000 Robben sterben. Bislang ist neben den genannten juristischen Aktionen von keinen weiteren Aktionen gegen das Robbenschlagen vor Ort etwas in die Öffentlichkeit gedrungen. Die Schlachtung der Robbenbabys scheint in diesem Jahr ohne große Proteste im Land abgewickelt zu werden. Auch in der Vergangenheit war die Regierung stets bemüht, die Vorgänge am Strand von Namibia von der Öffentlichkeit fernzuhalten, was nicht immer erfolgreich verlief.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.