Zimbabwe – Victoria Falls

Victoria Falls ZimbabweZiel des Tagesausflugs ist der Ort Victoria Falls in Zimbabwe. Der Ort scheint eigentlich nur wegen der Touristenscharen zu existieren, die täglich dort anreisen. Victoria Falls ist schätzungsweise eine Autostunde von Kasane entfernt, aber die Einreise nach Zimbabwe kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Einreisende aus Nicht-Afrikanischen Staaten benötigen ein kostenpflichtiges Visum. Für das Visum als auch für ganz viele andere Dinge in Victoria Falls brauch man US-Dollars, da das Vertrauen in die eigene Währung offenbar nicht mehr gegeben ist.

Victoria Falls ist jedoch keinesfalls repräsentativ für Zimbabwe. Die Armut ist hier nicht so zu spüren, da jeder mehr oder weniger gut von den Einnahmen aus der Tourismusbranche leben kann.
In der Nähe des Stadtzentrums befindet sich ebenfalls der Eingang zu den Viktoriafällen. Bei den Eintrittpreisen wird ebenfalls wieder nach Bürgern afrikanischer Staaten und anderer Nationalitäten unterschieden.
Der Park bietet im Eingangsbereich ein sehr nettes Café, wo es hervorragende Kaffeespezialitäten gibt.
Auf den Pfaden zu den Fällen halten sich gern die Affen auf und warten auf Touris, die etwas zu Knabbern in den Händen halten. Vorsicht! Die Affen sind schon sehr dreist und wissen, wie sie mit Touristen umzugehen haben.
Je näher man den Fällen kommt, umso feuchter wird die Luft. An den Ständen vor dem Eingang kann man Regenjacken mieten. Das macht unter Umständen auch Sinn, insbesondere dann, wenn man eine Kamera oder andere Dinge dabei hat, die nicht nass werden sollen. Sobald man sich an den Rand der Felsen begibt, um die Fälle zu bestaunen, wird man richtig nass – so, als habe man unter der Dusche gestanden. Die Sonne lässt natürlich alles zügig wieder trocknen.

Der Ausblick auf die gigantischen Wassermassen, die sich über den felsigen Abgrund ergießen, ist schon beeindruckend. Man beobachtet das Schauspiel von den gegenüberliegenden Felsen und ist erstaunt, dass keine Mauern und Zäune existieren. Lediglich Hinweisschilder, die vor Rutschgefahr auf den nassen Felssteinen warnen.

Bungee Victoria Falls ZimbabweSicherlich lohnt es sich auch, in Victoria Falls zu übernachten, um die Aktivitäten, die dort geboten werden, wahrnehmen zu können. Eine Attraktion ist die Brücke, die Zimbabwe mit Zambia verbindet und in 111 Meter Höhe über den Zambesi führt. Zimbabwe Besucher dürfen sich bei den Grenzposten abmelden und die Brücke überqueren. Sofern man auf der anderen Seite nicht in Zambia einreist, benötigt man kein erneutes Visum für Zimbabwe.

Bei der Brücke handelt es sich um eine Stahlkonstruktion, die sowohl von Fußgängern, LKW und Eisenbahnen benutzt wird. Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich ein wunderschön gelegenes Restaurant. Hier meldet man sich auch für die (bereits in der Stadt) gebuchten Aktivitäten, wie “Seilrutschen” (Sliding) oder Bungee Springen. Außerdem ist das Restaurant mit Horden kleiner Affen bevölkert, die darauf warten, unachtsamen Touristen das Essen vom Teller zu stibitzen. Auch sollte man keine Dinge unbeobachtet herumliegen lassen, denn die Affen sind schnell dabei, etwas wegzuschnappen und mit ihrer Beute das Weite zu suchen – ob brauchbar oder nicht.

Für den Bungee Sprung muss man zunächst auf die Waage. Das Gewicht und ein paar andere Kennungen werden einem gut sichtbar auf den Arm geschrieben – was sich zweifelsohne etwas seltsam anfühlt und durchaus andere Assoziationen zulässt… Anschließend begibt man sich selbstständig zum Mittelpunkt der Brücke. Ich beobachtete, wie ein Mann auf der Plattform etwas abgewrackte Handtücher sortierte, konnte jedoch keine Zusammenhänge erkennen. Als er mir diese Handtücher um die Unterschenkel wickelte, dämmerte es mir. Dies war ja nicht mein erster Sprung und es ist üblich, dass einem gepolsterte Manschetten um die Beine geschnürt werden. Hier scheint man die Manschetten durch eben diese Handtücher zu ersetzen. Um jeden Schenkel zwei Handtücher, Beine zusammengepresst und dann wird alles mit dem Seil umwickelt und befestigt. Ist schon ein wenig irritierend! Man steht auf einer Stahlplattform in 111 Meter Höhe, hat Handtücher und ein Seil um die Beine, 125 US Dollar bezahlt und möchte die Mission auch gern vollenden. Unter einer immensen Hormonausschüttung stürzt man in die Tiefe, genießt die einmalige Landschaft und spürt schon Sekunden später, wie das Seil kräftig an den Beinen zerrt. Das war’s dann schon fast – zu kurz! Glücklicherweise ist der Rückweg auf die Brücke so spektakulär, dass das Abenteuergefühl noch einigige Minuten anhält.

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